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Dr. med. Almuth Angermund, Schwerpunkt Neuro-Urologie, Diagnostik und Therapie von Funktionsstörungen von Blase und Beckenboden
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Dr. Angermund
Willkommen auf meiner Webseite

Nach langjähriger Ärztlicher Leitung des Beckenboden Zentrum München als Urologin mit Schwerpunkt Neuro-Urologie habe ich meine Tätigkeit verlegt.
Bei unverändertem Spektrum bin ich seit 1.10.2015 als Leitende Ärztin der Neuro-Urologie an der Schön Klinik Vogtareuth tätig.
Ich biete dort auch eine Privatsprechstunde am angeschlossenen MVZ an, sowie konsiliarische Sprechstunden an der Schön Klinik München Schwabing.

Ich freue mich, wenn Sie mir weiter Ihr Vertrauen schenken.

Auskünfte und Terminvereinbarungen über:

Tel. 08038/901341
Fax: 08038/902342

dr.angermund [at] gmail.com
www​.dr-angermund.​de

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Neuro-Urologie ist ein Zweig der Urologie, dessen Schwerpunkt die Diagnostik und Therapie von Harnblasen- und Sexualfunktionsstörungen bei neurologischen Erkrankungen ist. Berücksichtigung findet auch die meist ebenso beeinträchtigte (End)Darmfunktion.
Diese Störungen sind häufig vernachlässigte Aspekte bei neurologischen Erkrankungen bzw nach neurochirurgischen Eingriffen oder (traumatischer) Querschnittlähmung, weil möglicherweise andere Funktionseinschränkungen subjektiv im Vordergrund stehen. (z.B. Lähmungen, Gefühlsstörungen, Krampfanfälle).
Umso wichtiger ist die Aufklärung und Betreuung Betroffener (z.B. mit Querschnittlähmung, Multipler Sklerose, M. Parkinson, angeborenen Fehlbildungen des Nervensystems, Schlaganfall aber auch Diabetes mellitus und Polyneuropathie) und der behandelnden Ärzte, v.a. von urologischer Seite, da Nieren-und Blasenschäden nicht nur den Alltag beeinträchtigen (Inkontinenz, häufiges nicht kontrollierbares Wasserlassen mit starkem Drang etc), sondern auch die Lebenserwartung durch irreversible Schäden einschränken können.
Die Betroffenen benötigen einen in neuro-urologischer Diagnostik und Therapie erfahrenen Arzt /Ärztin, der sie kontinuierlich urologisch „begleitet“.
Diesbezüglich stehe ich Ihnen als Neuro-Urologin mit über 25 jähriger Erfahrung auf diesem Spezialgebiet als kompetente Ansprechpartnerin mit der Durchführung differenzierter Diagnostik und konservativer sowie operativer Therapie zur Seite.
Ca. 60% aller Frauen leiden mindestens 1x im Leben an einer Harnwegsinfektion, ca. 30% mehrmals. Von häufigen Rezidiven (d.h. > 3x/Jahr oder 2x/Halbjahr) sind zwischen 20 und 50% der vorwiegend jungen Frauen oder Frauen in der Menopause betroffen. Dies sind Dimensionen einer Volkskrankheit mit weitreichenden Auswirkungen im privaten und beruflichen sowie volkswirtschaftlichen Bereich.

Eine Sonderstellung nimmt das sog. Bladder Pain Syndrome (BPS)/ Interstitielle Cystitis (IC) ein.
Die Betroffenen, überwiegend Frauen, aber auch Männer werden oft Jahre von den verschiedensten Ärzten ohne durchgreifenden Erfolg in der Annahme rezidivierender bakterieller Blasenentzündung behandelt. Wesentlich für die erfolgreiche Behandlung der Symptome, die nicht durch Krankheitserreger verursacht werden ist die sehr individuell abgestimmte, möglichst nicht invasive , „sanfte“ Therapie mit multimodalem Ansatz. Dies bedeutet, dass die unterschiedlichen psychischen, physischen und sozialen Aspekte des Beschwerdebildes und des Patienten/ der Patientin unbedingt berücksichtigt werden.

Als Harninkontinenz wird der unfreiwillige Abgang von Urin bezeichnet.

Es gibt unterschiedliche Arten von Harninkontinenz:

Belastungsinkontinenz
Unfreiwilliger Harnabgang bei körperlicher Belastung wie Husten, Niesen, Heben, Bücken, Gehen. Ursache ist eine Schwäche des Verschlußmechanismus der Blase bzw des Beckenbodens. Zur Behandlung ist als erster Schritt in der Regel eine konservative Therapie ausreichend, wie z.B. Physiotherapie, Biofeedback-Training. Sollte eine operative Behandlung sinnvoll erscheinen, werden Sie ausführlich darüber beraten.

Überaktive Blase
Definitionsgemäß handelt es sich um häufigen (mehr als 8-mal pro Tag), überfallsartig auftretenden und nicht unterdrückbaren Harndrang mit oder ohne unfreiwilligem Harnverlust (Inkontinenz) und mit der Notwendigkeit nächtlicher Blasenentleerungen. Die Ursachen können vielfältig sein, oftmals werden aber auch keine krankhaften körperlichen Veränderungen gefunden, so daß wir die Symptome, meist konservativ ohne operative Eingriffe behandeln können. Die Behandlung der überaktiven Blase umfasst u.a.Physiotherapie (ggf. mit Reizstrombehandlung), Verhaltenstraining, Medikamente, die die Blasenreizung unterdrücken. In ausgewählten Fällen kommt eine operative Behandlung z.B. mit Botulinumtoxininjektion , Sakraler Neuromodulation (Blasenschrittmacher) oder eine Senkungsoperation in Frage.

Blasenentleerungsstörung:
Sowohl Frauen als auch Männer können unter Entleerungsstörungen der Blase leiden, d.h. die Blase entleert sich zumeist unvollständig (Restharnbildung) oder gar nicht. Die Ursachen können vielfältig und auf „den ersten Blick“ nicht eindeutig zuzuordnen sein, v.a. da auch Mischformen von Speicher- und Entleerungsproblemen vorliegen können.
Ursachen der Entleerungsstörung
• „Abflusshindernis“ unterhalb der Blase
- morphologisch (körperlich) bedingt, d.h. z.B. durch eine anatomische Enge am Blasenauslass (z.B. vergrößerte Prostata beim Mann) oder in der Harnröhre (Harnröhrenenge). Ferner kann eine funktionelle Behinderung des Abflusse aus der Blase, z.B. durch Fehlregulation des natürlichen Vorgangs des Wasserlassens. (z.B. neurologische Störungen, angelerntes „Fehlverhalten“) Grund für die erschwerte oder unvollständige Blasenentleerung sein.
• Schwäche des Blasenmuskels mit nicht ausreichender „Austreibungskraft“
• Beckenbodenhypertonus
(zu stark angespannter Beckenboden)

Unter chronischem Beckenbodenschmerz oder chronischem Schmerzsyndrom des Beckens, (engl. Chronic Pelvic Pain Syndrome – CPPS) leidende Patienten haben oft eine jahrelange Odyssee von Arzt zu Arzt hinter sich, bevor sie an einen Therapeuten gelangen, der sich mit dieser vielschichtigen Schmerzkrankheit befasst und in der Lage ist, sie richtig einzuschätzen und zu therapieren, wobei er auch fachübergreifend arbeiten sollte.

Definition „chronisches Schmerzsyndrom des Beckens“
Chronischer (länger als 6 Monate anhaltender) Schmerz, der nicht durch bösartige Erkrankungen hervorgerufen wird und vorwiegend im Urogenital-Scham- und Analbereich wahrgenommen wird. Die Beckenstrukturen und -organe haben eine Sonderstellung bezüglich der Entstehung von Schmerzen:

• gleiche entwicklungsgeschichtliche Strukturen
• räumliche Nähe
• gleiche Muskulatur und Nerven
• die Beckenstrukturen müssen viele verschiedene Aufgaben erfüllen, wie z.B. Wasserlassen, Stuhlentleerung, Sexualität, Schwangerschaft, Geburt.
• Zusätzlich besteht eine enge Vernetzung mit hormonellen Strukturen und dem „Vegetativum“.

Wegen der sehr individuell ausgeprägten Symptomatik ist es sinnvoll, fachübergreifende ärztliche Kenntnisse zu haben. Gerade die langjährige interdisziplinäre Tätigkeit am Beckenboden Zentrum München bietet die Voraussetzung für meinen vielschichtigen Erfahrungsschatz.

Bei Kindern ist Bettnässen die zweithäufigste Erkrankung nach Allergien und das häufigste urologische Symptom. Sowohl das Kind als auch die Eltern und der Rest der Familie werden dadurch meist stark belastet. Nur wenige wissen, dass hinter Einnässen verschiedene Ursachen stecken können und dies nur selten psychisch bedingt ist oder auf Grund einer körperlichen Erkrankung auftritt.

Da Kinder keine kleinen Erwachsenen sind und die Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten des Einnässens meist unterschiedlich zu denen der Erwachsenen sind, sollten sich mit diesem Problem Ärzte und Therapeuten beschäftigen, die auf diesem Gebiet spezielle Erfahrung haben.